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Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit
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James Joyce-"Ulysses"

James Joyce "Ulysses"


Pharao und Joseph von        Else Lasker-Schüler









"Spaziergang" Fünf Linolschnitte Text digital

"Gold" -Künstlerbuch

"Freche Frauen" Neunzehn Linolschnitte

"Gold"


Li Bo                 "Weihrauchberg"

Karin Goetz        Gedichte "Lebensgefühl"   


Das Buch mein Leben, aber Buch ist nicht gleich Buch!

Ja, ich mache Bücher, vielleicht nicht so, wie man sich das so vorstellt.  Wenn man in einen Buchladen geht, wird man dieses Buch, wie ich es mache nicht finden, auch in einer Bibliothek nicht.  Am besten, man kommt direkt zu mir, da kann man fündig werden. Eigendlich bin ich ja Malerin und weil ich Bücher und Bilder liebe, habe ich mir gedacht, warum nicht beides miteinander verbinden.

Schuld daran, dass ich Bücher mache ist Else Lasker-Schüler. Vor ein paar Jahren schaute sie mich aus der Zeitung, ich glaube es war die Frankfurter Rundschau, mit großen dunklen Augen und einem trotzigen Mund an. Ich hatte bisher nur ganz flüchtig von ihr gehört. Und nun schien sie mir sagen zu wollen,-schau ruhig mal näher hin und ich tat es. Es eröffneten sich mir fantastische Welten. Welten, die ich eigentlich zuletzt als Kind erfühlt hatte und die ich als Erwachsener glaubte verloren zu haben. Die Beschäftigung mit ihrem Leben, ihrer Prosa und ihrer Lyrik, versetzte mich in einen Rausch von Farben und Formen.

Das war der Anfang, ich machte jetzt also Bücher mit Texten von Else Lasker-Schüler. Ich weiß gar nicht wie viele davon entstanden sind. Das Bücher machen hatte mich nun fest im Griff und ich weitete die Reihe der Dichter wie Perlen auf einer Schnur, Perle für Perle aus.

Eine weitere Faszination erfuhr ich durch James Joyce, ganz anders als bei Else. Sie lebte und dachte in anderen fantastischen Welten. James Joyce sah den Alltag, sah die Schwächen und Stärken der Menschen durch eine skurrile spöttische ja auch unverschämte und freche Brille. Man konnte mit seinen Texten alles erreichen; beim machen dieser Bücher empfand ich Freiheit.

Es kamen andere Dichterinnen und Dichter dazu ud von diesem oder jenem entstand oft auch nur ein Buch mit einem Text, weil es mich eben nur für ein Buch lang fesselte.

Diese Künstlerbücher, ja so kann man sie nennen, sind mit der Hand geschrieben und collagiert und jedes Buch ist ein Unikat und wenn man es besitzt, dann gehört dieser kleine Schatz wirklich einzig und allein dem es gehört.

Ein Buch selbst zu machen ist ein tolles Erlebnis. zuerst hat man ein paar leere schöne Blätter Papier und Seite für Seite entwickelt es sich zu einem fantasievollen Buch. Mit dem lesen des Textes entstehen die Collagen oder Bilder, gemalt aber auch gezeichnet. Es wird gebunden, (es gibt unterschiedliche Arten von Bindung) und zum Schluss kreiert man einen schönen möglichst interessanten und zum Inhalt passenden Umschlag.

Karin Goetz

15.März 2006